OB-Kandidat Günter Gleising:

Keine Flüchtlingsunterkunft auf Friedhöfen!

Günter Gleising, Ratssprecher und OB-Kandidat der Sozialen Liste, fordert auf jedem Fall auf die Unterbringung von Flüchtlingen auf Friedhofsflächen zu verzichten. In der Ratssitzung am 27. August wurde deutlich, dass von einer knappen Ratsmehrheit die Fläche auf dem Friedhof Weitmar lediglich nur „vorerst“ nicht für den Bau von Flüchtlingsunterkünften genehmigt werden soll. Es wurden sogar weitere Friedhöfe ins Gespräch gebracht.

Diese Haltung kritisierte Günter Gleising in der Ratssitzung und wies auf ethisch/moralische Fragen hin. „Es ist nicht akzeptabel, Flüchtlinge, die vielfach mit Gewalt, Krieg und Tod konfrontiert wurden, ausgerechnet auf einer Friedhofsfläche unterzubringen“, so Gleising.

„Bei Friedhofsflächen handelt es sich um eindeutig abgegrenzte, geschützte und zweckbestimmte Flächen. Da eine Entwidmung bisher nicht stattgefunden hat, verstößt aus meiner Sicht die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft gegen geltendes Recht. Der Friedhof soll ein Ort der Stille, Ruhe und des Gedenkens bleiben“, so Günter Gleising.
CDU, Linke und Soziale Liste sprachen sich dafür aus, auf die Nutzung von Friedhofsflächen ganz zu verzichten.

Die Unterbringung der Flüchtlinge in Bochum muss nach den von der Stadt formulierten Kriterien erfolgen. Hierzu ist ein Programm notwendig, dass Wohnraum durch Sanierung von vorhandenen Wohnungen und Neubauten schafft. Wohncontainer dürfen nur eine kurze Übergangs- und Notlösung sein, um der großen Anzahl der kurzfristig ankommenden Flüchtlingen eine Notunterkunft zu geben.