Aus zwölf mach zwei:

Günter Gleising zum Wahlausgang

Erwartungsgemäß hat das Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl in Bochum keinen klaren  Sieger gebracht. So wird die Anzahl der Kandidaten zur Wahl in 14 Tagen von 12 auf zwei  reduziert. Wie immer werden die Kandidaten von SPD und CDU in einer Stichwahl antreten.

Zum Ausgang der Wahl erklärt der Kandidat der Sozialen Liste, Günter Gleising: Die allgemeine politische Richtung in den letzten Tagen hat dazu beigetragen die politische Rechte zu stärken. Der CDU-Kandidat konnte fast 4 % dazu gewinnen. Der AFD-Kandidat erreichte mit subtiler Hetze gegen die Asylpraxis über 3 % der Stimmen und der Neonazi von der NPD steigerte sich mit offen fremdenfeindlicher Hetze auf 1.491 Stimmen. Diese Ergebnisse sind bedauerlich.
Zufrieden kann ich mit dem Wahlergebnis von 865 Stimmen für die Soziale Liste nicht sein. Natürlich hatte ich mehr erwartet. Aber Wahlen sind kein Wunschkonzert. Für mich und die Soziale Liste war es wichtig an dem Wahlkampf teilgenommen zu haben. Wir haben einen Wahlkampf ohne Plakate und Firlefanz geführt und uns auf die Inhalte konzentriert. Im Straßenwahlkampf und bei den zahlreichen Podiumsdiskussionen konnten wir unsere inhaltlichen Schwerpunkte von einer sozialen und solidarischen Stadt deutlich machen. Allerdings war es diesmal besonders schwer, sich gegen die kostenintensive Materialschlacht der anderen zu behaupten.

Ich danke allen Wählerinnen und Wählern für ihre Stimme. Die Soziale Liste wird weiterhin aktiv im Widerstand gegen Sozialabbau, für bezahlbare Wohnungen und gegen Rechts aktiv sein. Der Kampf für Arbeits- und Ausbildungsplätze (Opel-Flächen), gegen das Sponsoring von fragwürdigen Events und den Profisport, für ein „gläsernes Rathaus“, gegen den weiteren neoliberalen Umbau der Stadt und gegen Filz und Prestigeprojekte (City-Center) wird auch weiterhin unsere Arbeit im Rat prägen.