Günter Gleising auf der Bochumer Montagsdemo

Jetzt bezahlbare Wohnungen schaffen!

Auf Einladung der Bochumer Montagsdemo, sprach Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste, auf der Veranstaltung am 29. Februar auf dem Husemannplatz und führte aus:
„In der Wohnungspolitik sieht die Soziale Liste einen besonderen Schwerpunkt zur weiteren, auf die Zukunft gerichtete, Entwicklung der Stadt. Dies muss sich auch in den Zielsetzungen zum Handlungskonzept Wohnen in Bochum widerspiegeln, die z. Z. im Rat diskutiert werden.

Ausgangspunkt dabei muss die Sozialstruktur in Bochum sein.
Dazu 3 Punkte:

  • In Bochum steigt die Anzahl der von Armut betroffenen Menschen. Laut jüngsten Armutsbericht ist die Armutsquote in fünf Jahren von 16,5 % auf 18,7 % der
    Bevölkerung gestiegen.
  • Das Einkommen der Bochumer sinkt ebenfalls (Entlassungen und Schließung von Nokia). Der Index für die Kaufkraft liegt in Bochum 15 % unter dem NRW-Landesdurchschnitt.
  • Der Bestand von Sozialwohnungen betrug 2004 noch 26.000 Wohnungen im Jahr 2017 werden es nur noch 11.000 sein.

Vor diesem Hintergrund muss Wohnungspolitik in Bochum entwickelt werden. Insbesondere müsse die Schaffung von ‘mehr bezahlbaren Wohnraum’, wie es z. B. Mietervereine und auch der Deutsche Städtetag aktuell fordern, ein wesentlicher Zielpunkt werden. Deshalb ist die öffentliche Hand zum Eingreifen in den Wohnungsmarkt aufgerufen. Dies auch besonders vor dem Hintergrund des Zuzugs von Flüchtlingen, die menschenwürdige Wohnungen brauchen.

Und! – Es muss auch verhindert werden, dass der Nachholbedarf im sozialen Wohnungsbau von Investoren genutzt werden können, um hohe Profite aus der Wohnungsnot zu schlagen.

Die Soziale Liste Bochum fordert deshalb:

  • Eine Satzung zum Schutz und Erhalt von Wohnraum!
  • Die Gründung einer städtischen Wohnungsbau-Genossenschaft.
  • Außerdem sollen städt. Grundstücke für den Wohnungsbau nur noch bei einer 25%tigen Quote für den sozialen Wohnungsbau abgegeben werden.

Wir sehen in der Wohnungspolitik ein Schwerpunkt der Arbeit der Sozialen Liste und  werden in den nächsten Wochen auch Aktionen hierzu starten. Es wäre schön, wenn wir dabei eure Unterstützung finden würden.“