Soziale Liste für eine Verkehrswende in Bochum:

Abkehr von der autogerechten Innenstadt – Für Gratis Nahverkehr

Eine zukunftsorientierte Verkehrs- und Strukturpolitik in Bochum erfordert ein radikales Umdenken und eine Abkehr vom Konzept einer autogerechten Innenstadt.

Sowohl aus verkehrstechnischen als auch aus wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Erwägungen brauchen wir eine sofortige konsequente Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs. Notwendig sind Investitionen in die technische und personelle Ausstattung, Taktverdichtungen und die deutliche Senkung der Tarife der BOGESTRA und des VRR.

Für den Innenstadtbereich (Innerhalb des Autobahnrings) sollte aus Sicht der Sozialen Liste ein Gratis-Nahverkehr eingerichtet werden. Diese Maßnahme, in einigen Städten bereits entwickelt, soll die Innenstadt vom Autoverkehr entlasten und ein Beitrag zum Umweltschutz sein.

Daher unterstützt die Soziale Liste Bochum das im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität am 10.07.2018 eingebrachte Fachgutachten zur Umgestaltung der Herner Straße, um ein Dieselfahrverbot zu verhindern. Das Gutachten schlägt vor, die Herner Straße auf zwei Spuren zu beschränken bei gleichzeitiger Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h und die zwei freiwerdenden Fahrspuren sollen für Fahrräder, Elektroautos und Busse freigegeben werden.

Gleichzeitig spricht sich das Kommunale Wahlbündnis für die Umgestaltung – Reduzierung aller City-Radialen auf zwei Spuren aus und Freigabe der zweiten Spur –, die aus der direkten Innenstadt heraus- und hereinführen. Das betrifft vor allen Dingen die Herner-, Dorstener-, Hattinger, Castroper-, Wittener-, Wattenscheider- und Universitäts- Straße sowie die Königsallee.

In der Innenstadt sollen Ruhe- und Verweilzonen eingerichtet, der Baumbestand erweitert und weitere Brunnen und Wasserläufe (wie am Platz des Kuhhirten) gegen die Überhitzung der Innenstadt geschaffen werden.