„Mehr Grün, Wasser und Luft in der Stadt“

Soziale Liste fordert Sofortprogramm

„Am Beispiel der brachliegenden Wasserbrunnen und des Wasserlaufs am Kuhhirten (9 von 21) wird erneut deutlich, wie marode Teile der öffentlichen Infrastruktur der Stadt Bochum sind“, sagt Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste. Die trockenen Brunnen, ungepflegte Grünflächen (Stadtpark, Friedhöfe etc.), große Baumverluste die nicht ersetzt wurden, marode Straßen (obere Alleestr., Wiemelhauserstr. u. a.), fehlende Fahrradwege sind Beispiele für diese Entwicklung. Wie wenig die Spitze der Stadtverwaltung ihrer Verantwortung gerecht wird, zeigte sich kürzlich am Stadtparkteich als dort hunderte Fische verendeten und erst danach Hilfsmaßnahmen für die Bochumer Wasserflächen eingeleitet wurden. Zahlreiche abgestorbene (jungen) Bäume zeigen, dass auch deren Versorgung mit Wasser mangelhaft ist.

Wasserspiele ohne Wasser (hier vor den BVZ)

Oberbürgermeister Eiskirch ist ein Meister von Ankündigungen und hochtrabenden Plänen („Bochum Strategie“, „Schnellste Stadt Deutschlands“) geworden und hat zur Ausweitung der PR-Maßnahmen seinen Stab vergrößert, der Erhalt der vorhandenen kommunalen Infrastruktur weist jedoch erhebliche Mängel auf. Ein Beispiel für derartige Ankündigungen ist aus Sicht der Sozialen Liste das „StadtBaumKonzept“ mit der Ankündigung 600 Bäume in diesem Jahr zu pflanzen. Verschwiegen wird das diese 600 Bäume nur zum kleineren Teil die Baumverluste der letzten Jahre ersetzen können. Die Baumbilanz (Verluste zu Neupflanzungen) ist in Bochum seit vielen Jahren außerordentlich negativ.

Die Soziale Liste fordert daher ein Sofortprogramm um die gröbsten Mängel schnell zu beheben. Auch angesichts des Klimawandels, der vor allem auch in der Innenstadt mit seinen zahlreichen Hitzeinseln deutlich zu spüren war erwarten wir ein Umdenken in Richtung zu mehr Grün, Wasser und frischer Luft in der Stadt.