VBW treibt die Mietpreise erneut in die Höhe!

Soziale Liste: Gewinnmaximierung auf Kosten der Mieter*innen

Das Wohnungsgesellschaft „VBW Bauen und Wohnen GmbH“ betätigt sich in Bochum erneut als Vorreiter für Mietpreis-Erhöhungen. Die Soziale Liste wurde darüber informiert, dass zur Zeit Briefe mit der Mitteilung von „Mieterhöhung zum 1. April 2019“ bei den Mieter*innen der VBW eingehen.

Erneut führt die VBW als Begründung für die Erhöhung an, den „maximal zulässigen Wert“ laut „Mietpreistabelle“ zu berücksichtigen. In Fällen, die Wohnungen in der sog. Flüssesiedlung in Grumme betreffen, beträgt die Erhöhung um die 25 €/monatlich. Die Erhöhungen der Grundmiete liegen in einer Größenordnung von 7%. Die VBW liegt damit deutlich über dem Durchschnitt, der nach dem neuen Mietspiegel bei 3,9 % liegt. Zudem bedroht die VBW ihre Mieter*inne mit einer „rechtlichen Auseinandersetzung“, wenn diese nicht der Mieterhöhung zustimmen.

Die Soziale Liste, die bereits in der Vergangenheit die VBW wegen ihrer Mieterhöhungen kritisiert hatte, ist empört über diese neuerliche drastische Belastung der Mieter*innen, die oft schon Jahrzehnte bei der VBW wohnen. „Hintergrund ist ganz offensichtlich“, so Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste, „dass die VBW ihre Gewinne steigern will“. In der Ratsvorlage (20183456) für die Ratssitzung am 31. Januar teilt die Stadt mit, das bei der VBW für das Jahr 2019 „steigende Umsatzerlöse“ von 85,5 Mio € erzielt werden sollen. An die Gesellschafter sollen 3 Mio. € ausgeschüttet werden. Die Stadt Bochum soll dabei mit 2,1 Mio. bedacht werden.

Die Soziale Liste wird den zur Beschlussfassung vorgelegten „Wirtschaftsplan 2019“ der VBW nicht zustimmen. „Die Stadt Bochum soll vielmehr ihren Einfluss bei der VBW geltend machen und sich verstärkt für sozialere Mieten einsetzten. „Statt ein Vorreiter bei Mietpreis-Erhöhungen zu sein, solle die VBW ein Vorreiter für eine soziale und preisgünstige Mietgestaltung sein“, so Günter Gleising.