Soziale Liste zu Sascha Hellen:

Ein typisches Kind der Gier nach Prominenz der Bochumer Kommunalpolitik

„Der zurzeit vor Gericht stehende Veranstaltungsmanager Sascha Hellen ist ein typisches Kind der Geltungssucht und Gier nach Prominenz bestimmter Teile der Bochumer Kommunalpolitik“, sagt die Soziale Liste. Ohne die Sponsorengelder und Zuschüsse in Millionenhöhe hätte Hellen nie seine Veranstaltungsformate durchführen können. Aber allzu gerne sonnten sich viele der Spitzen der Kommunalpolitik in den Scheinwerfern um das Promi-Schaulaufen.

Allein die Stadtwerke Bochum zahlten 1,44 Mio. € an Hellens-Firma. Darunter 95.000 € Vorauszahlung für das „gescheiterte Projekt“ Paul McCartney-Veranstaltung, 50.000 € für „die Entwicklung neuer Veranstaltungsformate“, 60.000 € für einen Verein „Prinzip Hoffnung“, 370.000 € für den Steiger Award und Herausforderung Zukunft und 854.799 € für die Atriumtalk-Veranstaltungen.

Diese Zahlen, die 2014 bekannt gegeben wurden sind längst nicht das ganze Ausmaß des Sponsorings für die Hellen-Projekte. Bis heute fehlen die entsprechenden konkreten Summen, die die Sparkasse und weitere Städtische Töchter sowie die Stadt selbst für Hellen-Projekte aufgebracht haben. Deren Größenordnung dürfte nochmals in einem hohen 6-Stelligen Bereich liegen. Noch Ende 2018 vermiete die Stadt das Musikforum an Hellen für eine Veranstaltung. Die Miete in Höhe von 4.000 € ist bis heute unbezahlt. Nach dem „Geständnis“ von Hellen und einem möglichen Deal mit dem Bochumer Landgericht ist damit zu rechnen, dass zahlreiche Fragen um das Sponsoring, sowie deren Hintergründe ungeklärt bleiben.

Statt in die bunte Glitzer- und Glamourwelt von Promis und vermeintlichen Promis mit Showläufen auf dem roten Teppich und Gala-Veranstaltungen in der Jahrhunderthalle zu investieren, wären aus Sicht der Sozialen Liste, der Einsatz dieser finanziellen Mittel z.B. für den Sozialen-,  Jugend- und Kinderbereich oder die Kultur sinnvoller und nachhaltiger gewesen.

PI-2014-02-10-Sponsoring Stadtwerke