Schuttdeponie statt Golfplatz? Soziale Liste fordert Aufklärung!

Das von der Stadt Bochum groß unterstütze und geförderte Projekt Golfplatz Amalia ist offensichtlich gescheitert. Wie von der Sozialen Liste immer wieder vorgebracht gibt es für die Anlage kein Bedürfnis und keine wirtschaftliche Grundlage. Über Ankündigungen „(Tag der offenen Tür“ etc.) kam die Firma „Golf am Ruhrpark GmbH“, Bochum früher Herdecke nie hinaus. Nachdem zwischenzeitlich eine „raspoGreen GmbH“, Kevelaer-Wetten bei der Werbung und Vermarktung eine Rolle gespielt haben soll, hat nach Mitteilung der Stadt Bochum jetzt eine „Golf Innovations GmbH“, Kevelaer die Anlage zum Weiterbetrieb übernommen.
Allerdings ist von Golf und Golfspielen seit Wochen nichts zu sehen. Im Gegenteil: Seit Tagen werden mit Sattelzügen in großer Menge Bauschutt und Erden auf das Gelände transportiert. Der Bodenaushub und Schutt soll aus dem gesamten Ruhrgebiet kommen. „Es ist unerträglich zu sehen wie an der Öffentlichkeit vorbei und heimlich eine Schuttdeponie Amalie entsteht“, sagt Günter Gleising von der Sozialen Liste. Das kommunale Wahlbündnis hatte in der Vergangenheit gefordert, das Gelände für „eine öffentlichen Nutzung zur Erholung, Freizeit,  und Naturschutz“ zu nutzen.

Die aktuelle Entwicklung erfordert ein sofortiges Eingreifen der Stadt Bochum. Als erstes muss kontrolliert werden, was, wie und wozu auf das Amalia-Gelände transportiert wird. Als weiteres muss festgestellt werden, ob der Bebauungsplan und der städtische Mietvertrag eingehalten werden und ob der neue Betreiber überhaupt Vertragspartner der Stadt Bochum ist. „Ich habe den Eindruck, dass hier unter dem Vorwand einen Golfplatz bauen zu wollen, preisgünstig Schutt und minderwertige Erden oder belastete Böden entsorgt werden“, sagt Günter Gleising der Ratssprecher der Sozialen Liste.

Fest steht, Amalia hat schon viele Schlagzeilen geliefert und offensichtlich kommen neue hinzu.