Golfplatz Amalia:

Soziale Liste: Viele Fragen, keine befriedigenden Antworten

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Werne und Lütgendortmund kamen am 9. August zur Informationsveranstaltung auf das Gelände der früheren Zeche Amalia. Der Umgang mit den stark belasteten Altlasten der Amalia-Benzolanlage, die Belastungen durch die LKW-Transporte und die Frage, was dort überhaupt entstehen soll, wurde gefragt. Doch befriedigende Antworten konnten weder Heiner Rogmann vom Bauherrn, der Golf-Innovations GmbH, noch die anwesenden Vertreterrinnen und Vertreter der städtischen Verwaltung geben.

Die anwesenden Vertreter*innen der Sozialen Liste kritisierten die Bochumer Verwaltung. Diese hatte, nach Aussage von Rogmann, bereits im Januar über die neue Baumaßnahme Golfplatz Amalia mit den Investor gesprochen, es aber nicht für nötig gehalten, die politischen Gremien und die betroffenen Menschen zu informieren, geschweige denn einzubeziehen. So kochten die Emotionen hoch und die Menschen gingen von der Veranstaltung mit mehr Fragen nach Hause, als sie gekommen waren.

In einer Ratsanfrage will die Soziale Liste wissen ob und wie die Pläne zum Bau eines kommerziellen Freizeitparks bzw. Vergnügungspark mit dem Bebauungsplan (Nr. 620 N) und dem Mietvertrag zu vereinbaren sind. Bisher war nur ein Golfplatz auf dem Amalia-Gelände vorgesehen. Zu fragen ist auch, warum die Verwaltung am Rat vorbei gehandelt hat und der Bochumer Baudezernent bisher schweigt.