Soziale Liste stellt Anfrage: Reinigungskräfte bei den Fahrplanänderungen vergessen?

In einem Brief von Reinigungskräften, die früh morgens zu ihrer Arbeitsstelle müssen, empören sich diese, dass sie bei den Fahrplanumstellungen im Rahmen der Aktion „Netz 2020“ offensichtlich vergessen worden sind. Die Reinigungskräfte schreiben, dass es unter ihnen „kaum ein anderes Thema als die geänderten Fahrpläne und den Wegfall verschiedener Bus- und Bahnlinien“ gibt.

Alle wollen zwischen 7.00 und 8.00 Uhr saubere Büros, Labore, Bahnsteige etc. vorfinden. Dafür sind die Reinigungskräfte zum Teil ab 3.30 Uhr auf den Beinen, um mit den „bisher günstigen Verkehrsanschlüssen“ pünktlich um 5.00 Uhr die Arbeit aufnehmen zu können, heißt es in dem Schreiben. Durch die Änderungen in der Linienführung und den Fahrplänen können viele Reinigungskräfte frühestens eine halbe Stunde später (5.30 Uhr) auf ihrer Arbeitsstelle sein. Manche Mitarbeiter*innen haben mehrere Reinigungsstellen und müssen „quer durch Bochum fahren“ um diese zu erreichen. Einige haben auch Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Die Soziale Liste im Rat nimmt das, ihr von den Reinigungskräften übermittelte Schreiben zum Anlass, zur Ratssitzung am 12. Dezember eine entsprechende Anfrage zu stellen und um möglichst schnelle Beantwortung zu bitten. Im Einzelnen stellt die Soziale Liste folgende Fragen:

  1. Ist das Problem der Verwaltung bzw. der Bogestra bekannt?
  2. Wie wird mit dem Brief und der Unterschriftensammlung der Reinigungskräfte umgegangen?
  3. Sind Gespräche und Ortstermine geplant?
  4. Sind die Personen und der Oberbürgermeister, die mit großem Medienrummel die Vorzüge vom „Netz 2020“ präsentierten, bereit, sich den Fragen der Reinigungskräfte zu stellen?
  5. Welche Möglichkeiten werden gesehen, um mit „intelligenten Lösungen“ die aufgeworfenen Probleme zu lösen?