Soziale Liste: „Solidarität ist das Gebot der Stunde“

Thyssenkrupp will 1.000 in Bochum Arbeitsplätze vernichten!

Bochum droht erneut der Verlust von vielen Industriearbeitsplätzen. Wie die Soziale Liste Bochum aus Belegschaftskreisen erfahren hat, plant der Thyssenkrupp-Konzern:
1. Die Stilllegung der Warmbreitbandstraße an der Essener Straße.
2. Die Schließung der E-Verzinkung in Höntrop.
3. Die Stilllegung des Elektrostahlwerks an der Castroper Straße.
Damit will das Thyssenkrupp Steel Management in Bochum ca. 1.000 Arbeitsplätze abbauen. Die drei Bochumer Werke sollen von den Investitionsplänen der TKS-Führung in die Produktionsanlagen ausgenommen werden. Ihnen wird von der TKS-Führung keine Zukunft im Konzern mehr gegeben. Am 11. Dezember findet eine Betriebsversammlung im Ruhrkongress statt. Die Lage ist ernst. Nur noch bis Mitte nächsten Jahres sind betriebsbedingte Kündigungen bei Thyssen/Krupp Steel durch den Tarifvertrag ausgeschlossen, danach drohen Entlassungen.
Der ThyssenKrupp-Konzern ist in erster Linie durch die Fehleinschätzungen und falschen Entscheidungen des Aufsichtsrates und des Vorstandes (Bau neuer Stahlwerke in den USA und Brasilien) in Probleme geraten. „Die Fehler der Geschäftsleitung dürfen nicht auf die Beschäftigten abgewälzt werden“, fordert Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste.

Die Soziale Liste Bochum unterstützt die Proteste der Beschäftigten der ThyssenKrupp-Werke. Solidarität ist das Gebot der Stunde. Stahl und Ruhrgebiet gehören zusammen. Die Standtorte und Arbeitsplätze müssen erhalten werden.