Husemannplatz: Gedenkfunktion bleibt erhalten!

Der Antrag der Sozialen Liste zum Husemannplatz ist in der Ratssitzung am 30.1.2020 mit großer Mehrheit angenommen worden. Damit wird schon bei der Auslobung des Planungs-Wettbewerbes festgelegt: „Die Umgestaltung des Husemannplatzes muss den historischen Hintergrund, Gedenken an den von den Nazis ermordeten Gewerkschafter Fritz Husemann in besonderer Weise berücksichtigen.“ Der Leiter des Stadtarchivs soll in dem Wettbewerbsverfahren eine beratende Funktion erhalten.

In der Ratsdebatte führte der Sprecher der Sozialen Liste, Günter Gleising, u. a. aus: „Die Ausgangssituation und Wettbewerbsaufgabe wird in der Vorlage relativ konkret beschrieben: ‘Der Husemannplatz soll künftig eine wichtige Gelenkfunktion innerhalb der Innenstadt erhalten und die bestehenden und neuen Haupteinkaufslagen verbinden.‘ Dafür soll der Platz frei gestellt werden und das Glascafé und der Pavillon des Café Zeitlos abgerissen werden. Offen bleibt was mit den Jobsiade-Brunnen wird. Darüber hinaus soll der Platz lt. Vorlage sowohl die Aufgabe als attraktiver Aufenthaltsort, als auch als Veranstaltungsort, für die verschiedenen Veranstaltungen von Demonstrationen und Kundgebungen bis hin zum Weihnachtsmarkt erhalten. Das alles sind ja schon Vorfestlegungen für Wettbewerb.

Aber an keiner Stelle der Vorlage wird auf die Gedenkfunktion eingegangen, die sich mit dem Namen Fritz Husemann-Platz verbindet. Diese Bedeutung als Gedenkfunktion ist nach unserer Meinung stadtbildprägend und historisch unabdingbar. Das ist auch der Grund weshalb wir einen 3. Punkt in die Beschlussfassung einfügen wollen. Damit soll jeglicher Beliebigkeit vorgebeugt werden und der Gedenkcharakter von Anfang an deutlich gemacht werde. .“

In der März-Sitzung des Rates sollen weitere inhaltlichen Vorgaben vorgestellt werden.