Amalia: Für die Soziale Liste bleiben offene Fragen

Der Rundgang auf dem Amalia-Gelände am 18. Februar machte erneut das gewaltige Ausmaß der Bauarbeiten für einen Golfplatz in Bochum-Werne deutlich. Für die Anwohner*innen in Werne werden diese Ausmaße in einigen Tagen wieder spürbar werden, wenn der LKW-Verkehr wieder aufgenommen wird und ca. 120 Transporter pro Tag Böden auf dem Gelände abladen. In einer sachlichen Atmosphäre wurden offene Fragen besprochen. Befragt nach der Altlastensicherung schloss eine Vertreterin der Stadt Bochum mögliche Probleme kategorisch aus: „Die Fläche ist komplett abgedichtet und gesichert. Da kann nichts passieren!“ Unklar ist was im Einzelnen auf den Gelände gebaut werden soll. Im Bebauungsplan ist „innerhalb der privaten Grünfläche“ eine „Golfanlage“ festgeschrieben. Während des Rundgangs sagte der Vertreter des Investors, es soll eine „moderne Freizeitanlage“ entstehen. Neben Golf, sollen Anlagen für „Fußball-Golf“, „Super-Golf“ und „Funfußball“ gebaut werden. Auf der bisher als landwirtschaftlich genutzten Fläche der Stadt Bochum, westlich neben dem Amalia-Gelände, soll eine 18-Loch-Golfanlage entstehen. Dazu sollen Gastronomie- und Infrastruktur-Einrichtungen kommen. Auf die Frage nach den entsprechenden Eintrittspreisen blieb der Investor vage („unter 10 €“). Ebenso vage sind die Angaben wann der Betrieb der Anlage eröffnet werden soll. War bisher von 2021 die Rede, heißt es jetzt 2022 für Teile der Anlage.

„Wir bauen für die Bürger. Das hier wird ein richtig schönes Stück Natur“, sagte Heiner Rogmann von der privaten Betreiberfirma „Golf Innovations GmbH, Kevelaer“. Aber zunächst wird ein Stück Natur vernichtet. Für Tiere, wie die seltene Feldlerche, muss der Investor in Verbindung mit der Stadt Bochum Ausweichquartiere schaffen.

Die Politik wird sich auch weiterhin mit der Entwicklung beschäftigen, da noch eine ganze Reihe von konkreten Baugenehmigungen noch notwendig sind die durch die Gremien von Bezirk und Rat gehen müssen. Aber zunächst kippen die LKWs wieder Böden auf das Amalia-Gelände ab, was wohl ein einträgliches Geschäft ist.