Soziale Liste zu Amalia: Bödenablagerung oder Golfplatz?

Am 2. März 2020 wurde die Anlieferung von Böden mit LKW-Transporter für das Amalia-Gelände wieder aufgenommen. Dort soll eine Golfanlage gebaut werden. Genaue Pläne was im Einzelnen entstehen soll wurden bisher vom Investor, der „Golf Innovations GmbH, Kevelaer“ nicht bekannt gegeben. Stattdessen kippen seit vielen Monaten Großraum-Transporter dort gewaltige Mengen Bodenaushub von Baustellen in ganz NRW ab, was wohl ein einträgliches Geschäft ist.


Aufgrund der Witterung ist das Gelände der ehemaligen Zeche Amalia derzeit noch nicht befahrbar, stattdessen werden jetzt Böden auf der Fläche westlich des Harpener Baches abgekippt. Der LKW Verkehr wird über den Harpener Hellweg abgewickelt, wo es immer wieder zu Belästigungen und Staus kommt.

Bei einer Bodenanlieferung kam es zu einer Verunreinigung des Feld-Untergrundes, weil durch einen geplatzten LKW-Druckschlauch („ungefährliches“) Hydrauliköl austrat. Wie die Stadt Bochum mitteilt, wird der „mit Hydrauliköl verunreinigte Boden“ derzeit „unter fachgutachterlicher Begleitung ausgekoffert, in einen bereitgestellten Container verladen und nach Analytik entsprechend entsorgt.“

„Der Sozialen Liste drängt sich immer mehr der Verdacht auf, dass hier mit dem Geschäftsmodell Bodenentsorgung Geld verdient werden soll und die Realisierung der eigentlichen Golfanlage in den Hintergrund tritt“, so Ratsmitglied Günter Gleising.