Keine Bodenabfallanlage in Gerthe – Soziale Liste stellt Anfrage zur Ratssitzung

Auf großes Interesse stieß der Infostand der Sozialen Liste am Samstag (22.08) auf dem Gerther Marktplatz. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die geplante Ansiedlung einer Bodenabfallanlage in Gerthe. Es wurden Flugblätter der Sozialen Liste verteilt und fast 50 Unterschriften gegen das Projekt gesammelt. Außerdem hat jetzt die Soziale Liste im Rat eine Anfrage zur Ratssitzung am 27. August gestellt, dessen Text wir dokumentieren.

Neuerrichtung eines Bodenbehandlungsbetriebes in Gerthe
Ein Betrieb zur Anlieferung und Bearbeitung von Böden will sich in Gerthe an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel ansiedeln. Der Betrieb will mit bis zu 300 LKW-Fahrten Böden anliefern lassen und aufbereiten. Anschließend erfolgen LKW-Transporte zu Baustellen, wo die Verwertung der Böden erfolgen soll. Die Ansiedlung soll auf dem ehemaligen Gelände des Dämmstoff-Unternehmens Philippine erfolgen. Philippine hatte vor einigen Jahren seine Produktion aus Bochum verlagert und hat zurzeit nur noch seinen Verwaltungssitz in Bochum.

Die Baupläne für die Anlage an der Stadtgrenze zu Castop-Rauxel stoßen sowohl in Bochum-Gerthe als auch in Castrop-Merklinde auf erheblichen Widerstand. Dies auch, weil der Bochumer Norden bereits durch die Remondis-Anlage und mehrere Autoverwertungsbetriebe erheblich belastet ist. Auch die Stadt Castrop-Rauxel hat der Stadt Bochum „erhebliche fachliche Klärungsbedarfe“ signalisiert.

Die Verwaltung teilte kürzlich mit, eine Bauvoranfrage positiv bescheiden zu wollen, wenn die in Auftrag gegebenen Gutachten vorliegen.

Die Soziale Liste fragt an:

  1. Wie sieht das weitere Verfahren in dieser Sache aus? Wann und wie wird die Politik über die konkreten Pläne und Ergebnisse der Gutachten eingebunden?
  2. Wie will die Verwaltung mit den Bedenken der Stadt Castrop-Rauxel umgehen?
  3. Ist eine Beteiligung der Bürgerinitiative in Gerthe vorgesehen?
  4. Wie sieht der zeitliche Rahmen für die Planungen aus?”