Archiv der Kategorie: ThyssenKrupp

1.230 Arbeitsplätze in Bochum in Gefahr

Durch Stilllegungen und Produktionsverlagerung plant der Thyssenkrupp-Konzern in Bochum 1.350 Arbeitsplätze zu vernichten.
600 durch die Schließung der Warmbreitband-Anlage in Höntrop, 550 durch die Schließung des Elektroblechwerks an der Castroper Straße und 80 durch die Stilllegung der elektrolytischen Verzinkung in Höntrop.
In seiner Haushaltsrede verwies der Ratssprecher der Sozialen Liste, Günter Gleising, auf die Folgen und Auswirkungen für die Stadt Bochum und führte aus:

“Der von OB Eiskirch jetzt mehrfach propagierten ‘Erfolgsgeschichte’ und den städtischen PR-Maßnamen in Sachen Opel-Gelände stehen die deutliche Bestrebungen zum Arbeitsplatz-Abbau von bis zu 1.230 Beschäftigten bei Tyssenkrupp in Bochum und die Reduzierung der Belegschaft bei Eickhoff und anderen Firmen gegenüber. Diese Entwicklung trägt wesentlich dazu bei, dass das ‘verfügbare Einkommen privater Haushalte’, das in Bochum deutlich unter dem Landesdurchschnitt liegt, weiter sinken wird. Der Wegfall der hochbezahlten Industriearbeitsplätze kann nicht durch die neuen entstehenden Arbeitsplätze kompensieret werden. Kommunalpolitik und Haushaltspolitik muss diesen Zusammenhang berücksichtigen. Wer ständig Wohnungen und Einrichtungen für den ‘gehobenen Bedarf’ plant, darf sich nicht wundern wenn Menschen mit einem verfügbaren Jahreseinkommen von 19.000 € oder darunter keine ausreichenden Lebensbedingungen finden, wenn Problemstadtteile entstehen.”

Soziale Liste: „Solidarität ist das Gebot der Stunde“

Thyssenkrupp will 1.000 in Bochum Arbeitsplätze vernichten!

Bochum droht erneut der Verlust von vielen Industriearbeitsplätzen. Wie die Soziale Liste Bochum aus Belegschaftskreisen erfahren hat, plant der Thyssenkrupp-Konzern:
1. Die Stilllegung der Warmbreitbandstraße an der Essener Straße.
2. Die Schließung der E-Verzinkung in Höntrop.
3. Die Stilllegung des Elektrostahlwerks an der Castroper Straße.
Damit will das Thyssenkrupp Steel Management in Bochum ca. 1.000 Arbeitsplätze abbauen. Die drei Bochumer Werke sollen von den Investitionsplänen der TKS-Führung in die Produktionsanlagen ausgenommen werden. Ihnen wird von der TKS-Führung keine Zukunft im Konzern mehr gegeben. Weiterlesen

Solidarität mit den Beschäftigten bei ThyssenKrupp!

Die Soziale Liste unterstützt die Proteste der Beschäftigten der ThyssenKrupp-Werke, die am Freitag 22. September in Bochum (10.00 Uhr Alleestr./Colosseum) stattfinden werden. Diese richten sich auch gegen die geplante Fusion mit dem indischen Stahlkonzern Tata. Solidarität ist das Gebot der Stunde. Stahl und Ruhrgebiet gehören zusammen. Die Standtorte und Arbeitsplätze müssen erhalten werden.
Der ThyssenKrupp-Konzern ist in erster Linie durch die Fehleinschätzungen und falschen Entscheidungen des Aufsichtsrates und des Vorstandes (Bau neuer Stahlwerke in den USA und Brasilien) in Probleme geraten. Die Fehler der Geschäftsleitung dürfen nicht auf die Beschäftigten abgewälzt werden.

Das Ruhrgebiet braucht eine Zukunft. In Bochum sind derzeit in den zwei Werken des Thyssen-Krupp-Konzerns über 2.500 Menschen beschäftigt. Diese Arbeitsplätze sind für die Stadt unverzichtbar. Die Soziale Liste ruft auf: Zeigt Unterstützung und Solidarität mit den Stahlarbeitern!

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Foto von ThyssenKrupp/Presse

Solidarität mit den Beschäftigten bei ThyssenKrupp

Die Soziale Liste Bochum Rat ist solidarisch mit dem heutigen Protest der Beschäftigten des Stahlkonzerns ThyssenKrupp in Duisburg, die anlässlich der Aufsichtsratssitzung für den Erhalt aller Standorte und Arbeitsplätze demonstrieren. Auch in Bochum geht es um über 2.000
Arbeitsplätze.

Den Hintergrund für die Demonstrationen bilden Ankündigungen von Rationalisierungsmaßnahmen und Verhandlungen um eine Fusion mit dem indischen Stahlhersteller Tata.

Den Hintergrund bilden auch die Fehleinschätzungen des Aufsichtsrates und des Vorstandes in den vergangenen Jahren, die den Stahlkonzern in große (finanzielle) Schwierigkeiten brachten. So hat der Bau neuer Stahlwerke in USA und Brasilien Überkapazitäten, höhere Kosten und Probleme bei der Verbindung zu den Standorten in Europa gebracht. Die Fehler der Geschäftsleitung dürfen nicht auf die Beschäftigten abgewälzt werden. Und die Belegschaften dürfen nicht nach dem Beispiel von Opel gegeneinander ausgespielt werden. Deshalb sind die Kampfmaßnahmen mehr als berechtig und sollten große Unterstützung in Bochum finden.