Archiv der Kategorie: Wohnungskonzerne

Soziale Liste in Grumme: Wohnungspolitik in der Diskussion

Das Ratsmitglied Günter Gleising, die Vorsitzende der Sozialen Liste Helgard Althoff, sowie weitere Mitglieder des kommunalen Wahlbündnisses suchen am Samstag, 18. Mai das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürger zur Wohnungspolitik in NRW und Bochum.
Am Informationsstand in der Flüssesiedlung an der Ecke Ennepestraße/Aggerstraße kann ab 11.00 Uhr auch über die VBW und deren Umgang mit ihren Kund*innen diskutiert werden. Zudem werden die „Information der Sozialen Liste für Mieter*innen der VBW“ und weiteres Infomaterial verteilt.

Infostand der Sozialen Liste in Grumme

Die Soziale Liste führt am Samstag, 6. April ab 11.00 Uhr einen
Informationsstand in der Flüssesiedlung an der Ecke Ennepestr./Aggerstr.
durch.

Thematisch geht es um die Wohnungspolitik in Bochum und die Mietenpolitik der VBW. Für Informationen und Diskussionen am Stand
stehen Ratsmitglied Günter Gleising sowie weitere Mitglieder des kommunalen Wahlbündnisses zur Verfügung.

Bezahlbare Wohnungen schaffen!

Soziale Liste:
Bezahlbare Wohnungen schaffen!

In der Wohnungspolitik sieht die Soziale Liste einen besonderen Schwerpunkt zur weiteren, auf die Zukunft gerichtete, Entwicklung der Stadt. Dies müsse sich auch in den Zielsetzungen zum Handlungskonzept Wohnen in Bochum widerspiegeln, die z. Z. diskutiert werden. Insbesondere müsse die Schaffung von „mehr bezahlbaren Wohnraum“, wie es der Deutsche Städtetag aktuell fordert, ein wesentlicher Zielpunkt auch in Bochum werden.

In Bochum hat der soziale Wohnungsbau einen beispiellosen Niedergang erfahren. Waren im Jahr 2004 noch 25.000 Sozialwohnungen in Bochum vorhanden, werden es 2017 nur noch 11.000 sein. Auch der aktuelle Leerstand von über 9.000 Wohnungen im Stadtgebiet ist nicht hinnehmbar. „Die öffentliche Hand ist zum Eingreifen in den Wohnungsmarkt aufgerufen, auch vor dem Hintergrund des Zuzuges von Flüchtlingen, die menschenwürdige Wohnungen brauchen“, fordert die Soziale Liste. Es muss auch verhindert werden, dass der Nachholbedarf im sozialen Wohnungsbau von Investoren genutzt wird, hohe Profite aus der Wohnungsnot zu schlagen.

Da die „Wohnungswirtschaft“, auch die VBW, wenig Interesse am sozialen Wohnungsbau zeigt, sieht die Soziale Liste außerdem die Notwendigkeit eines höheren Engagements der Stadt Bochum in dieser Frage. Über die Gründung einer städtischen Wohnungsbau-Genossenschaft sollte nachgedacht werden. Auch die Schaffung einer Satzung zum Schutz und Erhalt von Wohnraum, wie sie in Köln und Münster erfolgte, ist für Bochum sinnvoll. „Weiterhin sollen städtische Grundstücke für den Wohnungsbau nur noch bei einer 25%tigen Quote für den sozialen Wohnungsbau abgegeben werden“, so die Soziale Liste Bochum.

Soziale Liste fordert: Mieterfreundliche Wohnungspolitik

Nach Vonovias Scheitern neue Runde der Spekulation erwartet

Auch wenn der aktuelle Versuch einer feindlichen Übernahme des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen durch den Bochumer Konzern Vonovia vorerst gescheitert ist, wird der Übernahmekampf nach Ansicht der Sozialen Liste weiter gehen. Denn die Aktionäre der Deutschen Wohnen haben mehrheitlich das derzeitige Vonovia-Angebot nicht aus sozialen Gründen den Mietern gegenüber abgelehnt, sondern weil sie ein höheres Angebot für den Verkauf ihrer Aktien erwarten. „Damit geht die Spekulation unter den Wohnungskonzernen in eine neue Runde“, so Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste im Rat.

Die Konzentration der Immobilienkonzerne geht schon seit Jahren zu Lasten der Mieterinnen und Mieter. Dem ausgeprägten Gewinnstreben hat Vonovia schon immer die Forderungen nach Bereitstellung von bezahlbaren Mietwohnungen und den sozialen Wohnungsbau  untergeordnet.

„Aufgrund der jüngsten Ereignisse ist die öffentliche Hand zum Eingreifen in den Wohnungsmarkt aufgerufen“, fordert die Soziale Liste. Für die aktuelle Wohnungspolitik in Bochum tritt das kommunale Wahlbündnis erneut dafür ein, eine Satzung zum Schutz und Erhalt von Wohnraum zu schaffen. Da auch die VBW wenig Interesse am sozialen Wohnungsbau zeigt, sieht die Soziale Liste außerdem die Notwendigkeit der Gründung einer städtischen Wohnungsbau-Genossenschaft. Außerdem sollen städt. Grundstücke für den Wohnungsbau nur noch bei einer 25%tigen Quote für den sozialen Wohnungsbau abgegeben werden.

Scharfe Kritik der Sozialen Liste:

Fusion der Wohnungskonzerne ist nicht im Interesse der Mieter und Städte!

Die Soziale Liste Bochun kritisiert vehement die geplante Fusion in der Wohnungswirtschaft des Ruhrgebiets und fordert stattdessen mehr kommunales Engagement.

Nach der geplanten Übernahme der Gagfah wäre die Deutsche Annington mit 350000 Mietwohnungen und rund 1 Million Menschen in den Wohnungen mit Abstand Deutschlands größter und Europas zweitgrößter Mietwohnungskonzern. „Der geplante Zusammenschluss zeigt die negativen Auswirkungen der Privatisierung von Wohnungsgesellschaften. Er zeigt, dass Wohnungen, ja sogar ganze Siedlungen, zur Handelsware geworden sind“, so Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste. Ursprünglich mit gemeinnützigen und genossenschaftlichen Grundlagen, sind sowohl die Deutsche Annington als auch die Gagfah heute Kinder der Finanzmarkt-Blase. Auf die hinter den beiden Wohnungskonzernen stehenden Investoren trifft die Bezeichnung “Heuschrecken” zu. Inzwischen sind beide börsennotiert. „Solche Gesellschaften sind in erster Linie den Interessen ihrer Aktionäre verpflichtet und sollen eine möglichst hohe Rendite erzielen“, stellt die Soziale Liste fest.
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